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Alemannischer Literaturpreis

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Der Alemannische Literaturpreis wurde 1980 mit dem Ziel, die Literatur aus dem Alemannischen Sprachraum zu fördern, ins Leben gerufen. Das Ausschreibungsgebiet umfasst den alemannischen Sprachraum, einschließlich Vorarlberg, Deutschschweiz und Elsass. Die erste Preisverleihung fand im Jahr 1981 statt. ZunĂ€chst wurde der Preis alle zwei Jahr vergeben, spĂ€ter wurde der Turnus auf drei Jahre verlĂ€ngert. Die TrĂ€ger des Alemannischen Literaturpreis sind: Stadt Waldshut-Tiengen, SĂŒdkurier Konstanz und Sparkasse Hochrhein. Das Preisgeld betrĂ€gt 10.000 Euro. Der Alemannische Literaturpreis wird verliehen von der Stadt Waldshut-Tiengen und dem SĂŒdkurier mit UnterstĂŒtzung der Sparkasse Hochrhein. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich. Nachfolgend finden Sie die TrĂ€ger des Alemannischen Literaturpreises von 1981 bis heute.

2014 - Thomas HĂŒrlimann, Schweiz

Thomas HĂŒrlimann
Thomas HĂŒrlimann

Thomas HĂŒrlimann, 1950 in Zug geboren, studierte Philosophie in ZĂŒrich und Berlin. Er ist Verfasser zahlreicher TheaterstĂŒcke, ErzĂ€hlungen und Romane, zuletzt »Vierzig Rosen« (2006). Sein Roman »Der große Kater« wurde mit Bruno Ganz in der Hauptrolle verfilmt. FĂŒr sein Schaffen wurde HĂŒrlimann mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Rauriser Literaturpreis (1982), dem Joseph-Breitbach-Literaturpreis (2001), dem Jean-Paul-Preis (2003), dem Thomas-Mann-Preis (2012). Die Jury wĂŒrdigt mit dem Alemannischen Literaturpreis 2014 das Gesamtwerk von Thomas HĂŒrlimann. Mit der stilistisch und erzĂ€hlerisch meisterhaften Tetralogie „Das Gartenhaus (1989), „Der große Kater“ (1998), „FrĂ€ulein Stark“ (2001) und „Vierzig Rosen“ (2006) setzt er dem Schweizer BĂŒrgertum ein kritisches Denkmal. Mit TheaterstĂŒcken wie „Großvater und Halbbruder“ (1981) und „Der Gesandte“ (1991) thematisiert er in der Tradition von Max Frisch und Friedrich DĂŒrrenmatt die Verwicklungen und Verstrickungen seines Heimatlandes in sich selbst und in den Nationalsozialismus. Das literarische Werk von Thomas HĂŒrlimann, der aus dem eigenen Erleben schöpft und dieses Erleben ins Exemplarische ĂŒbersetzt, zwingt zur Reflexion ohne Bevormundung. Die Jury lobt ausdrĂŒcklich auch die „unbĂ€ndigen komödiantischen Talente“ (Peter von Matt) des Schriftstellers und Dramatikers, die sich seinem barocken Hintergrund verdanken – die Zuger Gegend der Schweiz, in die Thomas HĂŒrlimann hineingeboren wurde, ist geprĂ€gt von katholischer Bilderlust.

2011 - Peter Stamm, Schweiz

Peter Stamm
Peter Stamm

Der 1963 in Scherzingen im Kanton Thurgau geborene Autor Peter Stamm hat sich als Verfasser von ErzĂ€hlungen und Romanen einen Namen gemacht. Die Jury begrĂŒndete ihre Wahl mit dem sehr eigenen. verknappten und lakonischen Stil des Autors. Dem Schriftsteller, der zuletzt mit dem Roman "Sieben Jahre " (2009) und dem ErzĂ€hlband "SeerĂŒcken" (2011) in Erscheinung getreten ist, gelinge es, in den Leerstellen seiner Texte das Unausgesprochene mitschwingen zu lassen, das seine im emotionalen wie sprachlichen Ausdruck gehemmten Figuren niemals artikulieren könnten. Dadurch ziehe er, so die Jury, seiner von Einsamen, Unbehausten und GlĂŒckssuchern besiedelten Prosa eine zweite Ebene ein, die sie zum atmosphĂ€rischen Schwingen bringe.

2008 - Peter Weber, Schweiz

Peter Weber
Peter Weber

Peter Weber, geboren 1968 in Wattwil/Toggenburg, lebte nach seiner Schulzeit mehrere Jahre in ZĂŒrich und ist seit 1992 mit einem Generalabonnement der Schweizerischen Bundesbahn viel unterwegs. Peter Weber hat als ZwanzigjĂ€hriger zu schreiben begonnen. Sein 1993 bei Suhrkamp veröffentlichter erster Roman "Der Wettermacher" wurde als origineller Wurf gefeiert und trug dem Autor mehrere renommierte Literaturpreise ein. FĂŒr sein Werk "Die melodielosen Jahre" erhielt Peter Weber den Alemannischen Literaturpreis 2008.

2005 - Karl-Heinz Ott, Deutschland

Karl-Heinz Ott
Karl-Heinz Ott

Karl-Heinz Ott wurde 1957 in Ehingen bei Ulm geboren. Er besuchte ein katholisches Internat und studierte Philosophie, Germanistik und Musikwissenschaft. Anschließend arbeitete er als Dramaturg in Freiburg, Basel und ZĂŒrich. 1998 erschien sein erstes RomandebĂŒt "Ins Offene", das mit dem Förderpreis des Hölderlin Preises und mit dem ThaddĂ€us-Troll-Preis ausgezeichnet wurde. FĂŒr seinen zweiten Roman "Endlich Stille" erhielt Karl-Heinz Ott den Alemannischen Literaturpreis 2005.

2002 - Martin Walser, Deutschland

Martin Walser
Martin Walser

Martin Walser, geboren 1927 in Wasserburg, lebt in Überlingen am Bodensee. Er hat fĂŒr sein literarisches Werk zahlreiche Preise erhalten, darunter 1981 den Georg-BĂŒchner-Preis und 1998 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. "Heimatschriftsteller", so hat dieser radikale Herrschafts- und Titel-Feind einmal geĂ€ußert, das sei ĂŒberhaupt der  einzige Ehrentitel, den er akzeptiere."Heimat ist demnach der innerste Kern von Martin Walsers Wunschleben. Schreibend möchte er da hin.  Das ist auch ein nach wie vor gĂŒltiger Antrieb fĂŒr den Schriftsteller und "Hiesigen" Martin Walser. Aus Anlass seines Geburtstages 75 Geburtstages erhielt Martin Walser den Alemannischen Literaturpreis 2002 fĂŒr sein Gesamtwerk.

1999 - Arnold Stadler, Deutschland

Arnold Stadler
Arnold Stadler

Arnold Stadler wurde 1954 in Meßkirch geboren und wuchs auf einem Bauernhof im Nachbardorf Rast auf. Er studierte katholische Theologie in MĂŒnchen und Rom, anschließend Germanistik in Freiburg und Köln. Seit 1995 lebt er ĂŒberwiegend in Rast. Er erhielt 1998 den Marie-Luise-Kaschnitz-Preis und 1999 den Georg-BĂŒchner-Preis.

Den Alemannischen Literaturpreis 1999 erhielt er fĂŒr seinen Roman "Ein hinreißender SchrotthĂ€ndler".

1996 - Hermann Kinder, Deutschland

Hermann Kinder
Hermann Kinder

Hermann Kinder wurde 1944 in Thorn geboren. Er wuchs auf in MĂŒnster i. W., studierte deutsche und niederlĂ€ndische Philologie und lehrt in Konstanz Germanistik und Literatursoziologie. Den  Alemannischen Literaturpreis 1996 erhielt er fĂŒr sein Gesamtwerk. Aus der JurybegrĂŒndung: "Die VirtuositĂ€t mit der Hermann Kinder erzĂ€hlt, die Unangestrengtheit, mir der er Geschichte und Geschichten in immer neuen Sprech- und Sehweisen referiert, erreichen nur wenige Schriftsteller unserer Zeit".

1993 - Robert Schneider, Österreich

Robert Schneider
Robert Schneider

Robert Schneider wurde 1961 in Bregenz geboren und wuchs im vorarlbergischen 68-Seelen-Dorf Meschach auf. Nach dem Studium der Komposition, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte kehrte er wieder nach Meschach zurĂŒck. Hier entstand sein Roman "Schlafes Bruder", fĂŒr den er zahlreiche in- und auslĂ€ndische Preise erhielt - u.a. auch den Alemannischen Literaturpreis 1993.

1990 - Markus Werner, Schweiz

Markus Werner
Markus Werner

Der Schweizer Markus Werner wurde 1944 in Eschlikon (Thurgau) geboren und lebt in Opfertshofen bei Schaffhausen. Nach seiner Matura im Jahre 1965 studierte er Germanistik, Philosophie und Psychologie an der UniversitĂ€t in ZĂŒrich. Von 1985 bis 1990 war er Lehrbeauftragter am Gymnasium Schaffhausen.

Markus Werner erhielt den Alemannischen Literaturpreis 1990 fĂŒr sein Gesamtwerk: damals bestehend aus den Romanen "Die kalte Schulter", "ZĂŒndels Abgang"  und "Froschnacht".

1987 - Franz Hohler, Schweiz

Franz Hohler
Franz Hohler

Franz Hohler wurde 1943 in Biel geboren, er wuchs auf in Olten, studiert Germanistik und Romanistik und lebt heute in ZĂŒrich. Franz Hohler ist bekannt fĂŒr seine Hörspiele und Fernsehfilme, er schrieb TheaterstĂŒcke, publizierte Gedichte, ErzĂ€hlungen und Romane, nahm Schallplatten mit eigenen Chansons auf. Am bekanntesten wurde er wohl durch sein Kabarettprogramm als "Mann mit dem Cello".

Er erhielt den Alemannischen Literaturpreis 1987 fĂŒr sein Gesamtwerk.

1985 - Manfred Bosch, Deutschland

Manfred Bosch
Manfred Bosch

Manfred Bosch zĂ€hlt zu den vielseitigsten Persönlichkeiten der badischen Literaturszene. Er wurde in Bad DĂŒrrheim geboren und ist in Radolfzell aufgewachsen. Als Autor, Herausgeber, Literaturkritiker, Lektor, Redakteur und Publizist hat sich auf zahlreichen Gebieten einen Namen gemacht. Er gilt außerdem als ausgewiesener Fachmann fĂŒr moderne Regionalgeschichte fĂŒr dei Zeit der Arbeiterbewegung und des Nationalsozialismus.

Er erhielt den Alemannischen Literaturpreis 1985 fĂŒr sein Werk "Als die Freiheit unterging" - von Verweigerung, Widerstand und Kampf gegen den Nationalsozialismus in SĂŒdbaden 1930 - 1945.

1983 - Maria Beig, Deutschland

Maria Beig
Maria Beig

Maria Beig wurde 1920 in eine kinderreiche oberschwÀbische Bauernfamilie hineingeboren. Nach der Ausbildung zur Hauswirtschaftslehrerin war sie im Schuldienst tÀtig. Sie heiratete und zog nach Friedrichshafen.

Nach ihrer vorzeitigen Pensionierung veröffentlichte sie mit ĂŒberaus großem Erfolg ihren ersten Roman "RabenkrĂ€chzen", fĂŒr den Sie u.a. den Alemannischen Literaturpreis 1982 erhielt.

1981 - Ernst Burren, Schweiz

Ernst Burren
Ernst Burren

Ernst Burren ist ein schweizer Mundartdichter und wurde 1944 im solothurnischen Oberdorf geboren. Dort lebt er heut noch weil er, wie er sagt, "dort alles erleben kann, was ihn interessiert - Kinder, Erwachsene von der Geburt bis zum Tod". FĂŒr sein Werk erhielt er viele Auszeichnungen, zuletzt den Literaturpreis des Kantons Bern fĂŒr "Blaui Blueme".

Ernst Burrren erhielt den ersten Alemannischen Literaturpreis 1981 fĂŒr sein Gesamtwerk, welches ausschließlich in Mundart geschrieben ist.

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