Bodenrichtwerte

Öffentliche Bekanntmachung des Gutachterausschusses für Grundstückswerte der Bodenrichtwerte zum 31.12.2020

Seit 01. Mai 2021 ist der gemeinsame Gutachterausschuss bei der großen Kreisstadt Waldshut-Tiengen für den Landkreis Ost zuständig. Gemäß § 196 des Baugesetzbuches (BauGB) vom 3. November 2017 (BGB I 2017, 3634) in der jeweils geltenden Fassung hat der Gutachterausschuss für Grundstückswerte bei der Großen Kreisstadt Waldshut-Tiengen, Bonndorf im Schwarzwald, Dettighofen, Eggingen, Grafenhausen, Hohentengen am Hochrhein, Jestetten, Klettgau, Küssaberg, Lauchringen, Lottstetten, Stühlingen, Ühlingen-Birkendorf und Wutach die Bodenrichtwerte nach den Bestimmungen des BauGB in Verbindung mit § 12 Abs. 3 der Gutachterausschussverordnung vom 11. Dezember 1989 (GBI. 1989, S. 541), geändert durch Verordnung vom 7. Mai 2020 (GBl. S. 261, 262) zum Stichtag 31.12.2020 ermittelt.

Der Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Lagewert des Bodens für Grundstücke innerhalb eines räumlich abgegrenzten Gebietes (Bodenrichtwertzone), die nach ihren Grundstücksmerkmalen, insbesondere nach Art und Maß der Nutzbarkeit sowie dem Grundstückszuschnitt, weitgehend übereinstimmen (vgl. § 196 Abs. 1 BauGB). Die Bodenrichtwerte werden flächendeckend ermittelt, sind auf den Quadratmeter Grundstücksfläche bezogen und werden zusammen mit den wesentlichen wertbeeinflussenden Grundstücksmerkmalen eines Bezugsgrundstücks (Bodenrichtwertgrundstück) angegeben sowie in Kartenform dargestellt.

Der Bodenrichtwert enthält keine Wertanteile für Gebäude, Aufwuchs, bauliche oder sonstige Anlagen. Bei bebauten Grundstücken wird der Wert ermittelt, der sich ergeben würde, wenn der Boden unbebaut wäre. Die Bodenrichtwerte werden für baureifes, erschließungsbeitragsfreies Land sowie für landwirtschaftlich genutzte Flächen abgeleitet. Für bebaute und baureife Grundstücke gelten Erschließungsbeiträge als grundsätzlich erhoben (erschließungsbeitragsfreies Bauland). Die Bodenrichtwerte werden als altlastenfrei ausgewiesen, berücksichtigen bekannte flächenhafte Auswirkungen des Denkmalschutzes (Ensembleschutz) sowie solche des Hochwasserschutzes (Überschwemmungsgebiete).

Die Ermittlung und Veröffentlichung von Bodenrichtwerten hat nach den Regelungen des Baugesetzbuches mindestens alle 2 Jahre zum Ende des Kalenderjahres zu erfolgen. Für Zwecke der steuerlichen Bewertung des Grundbesitzes sind Bodenrichtwerte nach ergänzenden Vorgaben der Finanzverwaltung zum jeweiligen Hauptfeststellungszeitpunkt zu ermitteln §196 Abs. 1 BauGB.

Bodenrichtwerte tragen zur Transparenz auf dem Immobilienmarkt bei. Sie dienen in besonderem Maße der Unterrichtung der Öffentlichkeit über die Situation am Immobilienmarkt und darüber hinaus der Verkehrswertermittlung sowie der steuerlichen Bewertung. Bodenrichtwerte haben keine bindende Wirkung. Sie sind Orientierungswerte für die am Grundstücksmarkt Beteiligten.

Antrag BRW Auskunft

Die jeweiligen Bodenrichtwertkarten können über einen Klick auf die jeweilige Kommune eingesehen werden. Auch kann bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses Klettgaustraße 21, 79761 Waldshut-Tiengen, Einblick genommen werden oder eine telefonische Auskunft über Bodenrichtwerte erfragt werden.