Förderprogramme

Baden-Württemberg und der Landkreis Waldshut bieten zahlreiche Förderprogramme für kleine, mittelständische und große Unternehmen an. Die nachfolgende Übersicht bietet eine Orientierungsmöglichkeit über die verschiedenen Ansprechpartner in der Förderprogramm-Vielfalt.

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz schreibt das Jahresprogramm 2022 zum Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum aus.
Seit über 25 Jahren ist das ELR in Baden-Württemberg das zentrale Strukturentwicklungs-programm für den Ländlichen Raum.

Ziel des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum, kurz ELR, ist die integrierte Struktur-entwicklung in den ländlich geprägten Räumen Baden-Württembergs. Die vier Förder-schwerpunkte Innenentwicklung/Wohnen, Grundversorgung, Arbeiten und Gemeinschafts-einrichtungen fördern eine Vielzahl an Projekten, die dazu beitragen, dass Baden-Württemberg seine ausgeglichene, dezentrale Struktur behält.
Die Förderkriterien werden passgenau an gesellschaftliche und wirtschaftliche Verän-derungen angeglichen. Seit zum Beispiel auch auf dem Land der Wohnraum Mangelware ist, wird neuer, zeitgemäßer Wohnraum besonders intensiv gefördert.

 

Förderschwerpunkte 2022

Wohnraum und Ortskernentwicklung

Im Fokus stehen die Aktivierung innerörtlicher Potenziale durch Umnutzung leerstehender Gebäude, die Aufstockung von Gebäuden sowie die Nachverdichtung im Ortskern. Dies schließt auch Siedlungsflächen aus den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein, sofern diese mit dem Ortskern zusammengewachsen sind und einen entsprechenden Entwicklungsbedarf aufweisen. Förderfähig ist in diesen Bereichen auch die Schaffung von zeitgemäßen Wohnverhältnissen durch umfassende Modernisierung. Offen ist das ELR für innovative und modellhafte Projekte.

Förderfähig sind sowohl durch den Antragsteller oder Verwandte ersten und zweiten Grades eigengenutzte Wohnungen als auch Mietwohnungen zur Fremdnutzung (nicht in Neubauten). Bauvorhaben im Bestand, die in der Gebäudeeinheit ausschließlich Mietwohnungen oder neben eigengenutzten Wohnungen mehr als eine Mietwohnung enthalten, sind beihilferechtlich als „marktrelevant“ zu betrachten. Eine Förderung ist nur unter den Vorgaben der Verordnung (EU) Nr. 651/2014 nach Nr. 6.3.3 ELR möglich.

 

Flächenaktivierung

Innenentwicklung braucht organisatorische Strukturen, Dialog und Überzeugung, um einen Veränderungsprozess einzuleiten. Deshalb unterstützt das ELR seit Jahren die Durchführung von Beteiligungs- und Mitwirkungsprozessen (Nr. 5.2 ELR). Dabei hat sich gezeigt, dass der Einsatz eines örtlichen Koordinators als Bindeglied zwischen Bürgerschaft, Planenden und Verwaltung zur Steigerung der Akzeptanz solcher Veränderungsprozesse beitragen kann. Der Einsatz eines solchen Koordinators kann mit 40 % der zuwendungsfähigen Kosten nach Nr. 5.2 ELR gefördert werden.Innerörtliche Entwicklungsperspektiven schaffen Um die innerörtliche Entwicklung in Gang zu bringen, muss häufig zuerst Platz für eine nachfolgende Neuordnung und Bebauung geschaffen werden. Die Aktivierung innerörtlicher Flächen unterstützt das ELR deshalb durch die Förderung von Zwischenerwerb, Abbruch und Neuordnung. Nicht nur Kommunen können für diese Maßnahmen eine Förderung erhalten, auch bei Unternehmen oder Privatpersonen können beispielsweise Baureif-machungen mit 15 % bzw. 30 % gefördert werden.

 

Förderschwerpunkt Grundversorgung

Neben dem Förderschwerpunkt Innenentwicklung/Wohnen hat der Förderschwerpunkt Grundversorgung weiterhin hohe Priorität. Projekte aus diesem Förderschwerpunkt erhalten einen Fördervorrang.

Die Versorgung mit Waren und Dienstleistungen ist und bleibt ein wichtiger Standortfaktor für den Ländlichen Raum. Grundversorgung ist die Deckung der Bedürfnisse der Bevölkerung mit Gütern oder Dienstleistungen des täglichen bis wöchentlichen sowie des unregel-mäßigen, aber unter Umständen dringlich vor Ort zu erbringenden oder lebensnotwendigen Bedarfs. Bei Gütern oder Dienstleistungen, die ihrer Art nach überwiegend regional, das heißt innerhalb eines Radius von 50 km von der Gemeinde, in der die Betriebsstätte liegt, angeboten oder erbracht werden, kann unterstellt werden, dass diese regelmäßig der Grundversorgung dienen.

Mit dem ELR soll die Existenz kleiner Handels-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe zur Sicherung der Grundversorgung unterstützt werden. Vor allem Dorfläden, Dorfgast-stätten, Metzgereien und Bäckereien, aber auch der lokale Handwerker sind wichtige Bausteine der Grundversorgung. Zur Grundversorgung können auch Ärzte und Physiotherapeuten zählen.

Dorfgaststätten im Ländlichen Raum sind ein wichtiges Kulturgut, das es zu erhalten gilt. Eine Gaststätte im Ort ist nie nur ein Platz zum Essen und Trinken, sondern immer auch ein gesellschaftlicher und kultureller Treffpunkt, der vielfältig zur Lebensqualität im Ort beiträgt.

Aufgrund der Bedeutung der Grundversorgung für den Ländlichen Raum ist die räumliche Abgrenzung nach Nr. 4.1 ELR bzgl. des Förderschwerpunkts Grundversorgung analog dem Förderschwerpunkt Arbeiten erweitert.

Weitere Informationen zum Förderschwerpunkt Grundversorgung sind unter der Internetadresse https://rp.baden-wuerttemberg.de/themen/land/elr verfügbar.

 

Klimaschutz durch Förderzuschlag bei CO2-Speicherung

Bioökonomiebasierte Bauweisen werden vor dem Hintergrund der klimatischen Verän-derungen immer wichtiger und werden daher weiterhin im ELR verstärkt gefördert. Bei überwiegendem Einsatz ressourcenschonender, CO2 bindender Baustoffe wie Holz in wesentlichen, neu entstehenden Gebäudeteilen wird der Fördersatz um 5 %-Punkte erhöht.

Förderschwerpunkte Arbeiten und Gemeinschaftseinrichtungen

Im Förderschwerpunkt Arbeiten sollen zur Stärkung der dezentralen Wirtschafts- und Siedlungsstruktur kleine und mittlere Betriebe unterstützt werden. Dazu gehören auch neue Organisationsformen wie Co-Working oder Kooperationen in Multifunktionszentren.

Für die innerörtliche Weiterentwicklung soll im Förderschwerpunkt Arbeiten die Entflechtung störender Gemengelagen im Ortskern gefördert werden, zum Beispiel die Verlagerung eines emissionsstarken Betriebs in das nahegelegene Gewerbegebiet.

Die frei werdende innerörtliche Fläche kann dann anschließend einer nachbarschaftsverträg-lichen Nachnutzung zugeführt werden.

 

Voraussetzung für die Aufnahme in das Jahresprogramm 2022 ist ein Aufnahmeantrag der Gemeinde mit Darlegungen zur strukturellen Ausgangslage.
Anträge auf Aufnahme in das Jahresprogramm 2022 können Städte und Gemeinden bis zum 30. September 2020 stellen.

 

Zur fristgerechten Einreichung Ihres Vorhabens ist Ihr vollständiger Antrag bei der StadtWaldshut-Tiengen bis spätestens zum 14. August 2021 einzureichen.

 

Weitere Informationen sind im Internet abrufbar unter

https://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/laendlicher-raum/foerderung/elr/

Datenbank zu Förderprogrammen vom Land, Bund und der EU

Die Förderdatenbank des Ministeriums für Wirtschaft und Energie bietet eine Übersicht über die Förderprogramme des Landes, des Bundes und der EU.

Weitere Informationen: 

Förderdatenbank 

Förderprogramme der Europäischen Union

Das Landratsamt Waldshut kümmert sich im Rahmen ihrer Wirtschaftsförderung um EU-Angelegenheiten und informiert über Fördermöglichkeiten auf europäischer Ebene.
 
Die aktuellen EU-Förderprogramme werden nachfolgend aufgeführt:
- LEADER - Zentrales Instrument bürgerschaftlich geprägter Regionalentwicklung
- ELR - Förderung (Entwicklung Ländlicher Raum) für gewerbliche Betriebe
- Spitze auf dem Land - Technologieführer in Baden-Württemberg
- ESF - Europäischer Sozialfonds
 
Weitere Informationen:

EU-Förderprogramme
Landratsamt Waldshut

Förderprogramme beim Ministerium für Finanzen und Wirtschaft

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft bietet zu folgenden Themenschwerpunkten verschiedene Fördermöglichkeiten:
 
Allgemeine Förderprogramme
- Außenwirtschaft
- Berufliche Bildung
- Denkmalförderung
- Gründung und Nachfolge
- Innovation und Technologie
- Sanierung und Entwicklung

Hierunter zählen unter anderem verschiedene Beratungstage für KMU, Innovationsgutscheine oder die Beratungsförderung für Existenzgründerinnen und -gründer

Weitere Informationen: 

Ministerium für Finanzen und Wirtschaft

Ansprechpartner

Ihre Ansprechpartner bei Wirtschaftsfragen sind

Herr Dr. Philipp Frank
Oberbürgermeister
Tel.: 07751 833-133
E-Mail schreiben

Frau Birgit Lusansky
Liegenschaften
Tel.: 07751 833-106
E-Mail schreiben